• „Nicht nur der Markt weitet sich aus, sondern auch die Aporie: im Denken, Tun, im Zusammenleben. Der Emanzipation stehen harte Bedingungen und schwere Zeiten bevor. Und die mühselige Arbeit des Maulwurfs. In […]

  • reclaim-utopia schrieb neuen Beitrag, Via Campesina, auf der Webseite Reclaim Utopia Ⓐ vor 1 Jahr, 4 Monaten

    Sitzt Strahlkraft
    Stadttlandverbrauch
    er Selbstorganisation
    Bleiben nicht hier
    orten die Muße
    Zapatisten
    in die viele Welten passen
    Unterfüttern
    Weite nicht vergessen
    andalusische Bauern
    heute heute h […]

  • Der Text ist aus einer Diskussion zweier Mitglieder der Gruppe Reclaim Utopia entstanden, die nicht in Gänze abgebildet ist. Wenn also an verschiedenen Stellen auf ein Gespräche, eine Debatte oder Begriffe Bezug g […]

  • Eine Reaktion auf ‘Wichtig ist massenhaft widerständiges Leben’ aus der Gai Dao Nr. 60 (12/2015)
    Vor etwa zwei Monaten ist in der Gaidao ein Text mit dem Titel “Wichtig ist massenhaft widerständiges Leben” […]

  • Anschließend an den Text „Es geht nicht nur um Politik“ stellen wir hier eine Frage, die in der nachfolgenden Antwort Funktionsweisen des Begriffs in vermeintlich emanzipatorischen Debatten aufzeigen will, um dann […]

  • Kurz vor Silvester ist ein Aufruf zur unvernünftigen Gewalt im Internet erschienen, den wir äußerst kritikwürdig fanden und um den wir uns auch einigen Gedanken gemacht haben. Leider ist unsere Veröffentlichung […]

  • … sondern auch darum, warum manche Menschen einen solch‘ verschachtelten Text eventuell nicht lesen werden.
    The system doesn’t care what politics you wear And the system doesn’t care you’ll always be a player And it kinda makes you wonder why you’re always in despair Always alone struggeling and the system doesn’t care– A//Political 
    Was ist eigentlich Politik? Was versuchen wir damit zu bezeichnen und was wird damit von anderen bezeichnet? Wie wirkt sie und in welchem gesellschaftlichen Rahmen agieren wir, wenn wir politisch agieren? Wer wird von uns als ‘unpolitisch’ wahrgenommen und warum? Und wieso wird ein ‘unproduktives Nichtstun’ als weniger politisch wahrgenommen als eine Demonstration oder der Besuch eines Vortrags? Diese Fragen wollen wir im folgenden nicht beantworten, aber uns doch aufmachen dazu, einer Antwort näher zu kommen. Wir wollen dabei vor allem auf einen Aspekt fokussieren, den wir meinen in vielen linksradikalen Politik-Verständnissen ausmachen zu können und den wir auch immer noch bei uns entdecken.

    Er besteht in etwas, was wir hier versuchsweise ‘Überschätzung der Politik’ nennen wollen. Damit meinen wir, dass dem Politischen mittlerweile mehr zugetraut wird, als es in der Lage ist, zu lösen. Ohne es vielleicht offen zu sagen, wird ihm zumeist grundlegend zugemutet die kapitalistische Vergesellschaftung überwinden zu können. Und das trifft unserer Meinung nach nicht zu. Politik bedeutet für uns ein Austausch darüber, wie wir miteinander leben wollen. Es bedeutet für uns eine Debatte, eine Diskussion führen. In dieser Debatte können Entscheidungen getroffen werden, die unseren Lebensprozess beeinflussen, jedoch ist dies bei den meisten politischen Gruppen wohl kaum der Fall. Die wenigsten Entscheidungen betreffen direkt die Strukturen und Abläufe unseres Alltags, als dass sie vielmehr zusätzliche Aufgaben zu den täglichen Notwendigkeiten des (Über-) Lebens sind. Wichtig ist jedoch weiterhin, dass in der Debatte die Grundlage der Diskussion bereits ungesagt anerkannt wird und die Debatte vorstrukturiert. Sie findet eben gesellschaftlich immer in einem bestimmten Bereich statt, ihr werden bestimmte Funktionen und Aufgaben zugeschrieben. Debatten entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern sind an den Kontext gebunden, in dem sie entstehen und aus dem heraus sie sich entwickeln. Deshalb ist es wichtig diesen Kontext zu thematisieren und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu analysieren, in denen unsere Zusammenhänge entstehen und was wir ihnen an Wirkungen zuschreiben. Vielleicht können wir es an einem Beispiel verdeutlichen, dass die meisten noch mittragen werden: wenn in bürgerlichen Medien wie LVZ, Süddeutscher oder FAZ über Politik diskutiert wird, dann wird der Rahmen der freiheitlich demokratischen Grundordnung anerkannt, dann wird das Grundgesetz als Ausdruck einer guten Ordnung anerkannt. Was darüber hinaus auch anerkannt wird ist die Tatsache, dass es einen Markt gibt, über den sich die Zeitung verkaufen muss und dass es einen Staat gibt, der gesellschaftliche Ansprüche durchsetzen soll. Wenn wir in einem gemieteten Infoladen über die Idee des Anarchismus diskutieren, wir die selben Sachen unterschwellig auch hinnehmen. Wenn wir auf einem besetzten Platz über unsere Wohnformen sprechen vielleicht schon weniger. Beide Formen der Diskussion haben ihre Berechtigung – die wollen wir nicht absprechen. Uns geht es darum, sich darüber klar zu werden, in welchem Kontext wir uns bewegen und wie die Form unseres Zusammenkommens (vor-)strukturiert ist.
    Wir glauben nicht, dass etwas wie ‘der Staat’ ein gemeinschaftliches Interesse verkörpern kann, sondern dass in seine Struktur vielmehr schon Herrschaftsmechanismen eingeschrieben sind und sein Bestehen maßgeblich von dem Fortbestehen der kapitalistischen Vergesellschaftung abhängt und diese auch von ihm, da die staatliche Gewalt eine Grundbedingung der gesellschaftlichen Reproduktion darstellt – doch das steht auf einem anderen Blatt. Uns geht es gerade mehr darum zu sagen, dass ‘linksradikale Politik’ zunehmend einen staatlichen Politikbegriff annimmt, der vorgibt das alles zur Verhandlung stünde. Denn das steht es nicht, egal wie sehr wir es auf die Tagesordnung bringen wollen. Die Trennung von Politik und Wirtschaft ist dabei eine Grundbedingung der kapitalistischen Ver-gesellschaftung – denn während wir auf dem Markt stets in Konkurrenz zueinander in Beziehung treten, suggeriert der Nationalstaat uns eine Gemeinsamkeit, wo keine ist. Als Konsument*innen ist unsere soziale Position wesentlich durch die Verfügung über Ressourcen bestimmt. Vom staatlichen Recht werden allerdings alle als ‘Gleiche’ angesprochen. Die Verteilung gesellschaftlichen Reichtums wird damit nicht thematisiert und steht eben nicht zur Verhandlung. Es steht auch nicht zur Verhandlung das Privateigentum abzuschaffen, es steht nicht zur Verhandlung gemeinsam über die Herstellung unserer Lebensgrundlagen zu entscheiden. Wir können nur darüber reden. Und egal wie oft es zutreffen mag, dass Sprache unser Denken strukturiert und damit unser Lebensumfeld – an dieser Stelle stößt es an seine Grenzen. Denn vom antikapitalistischen Denken werden wir nicht satt, das antikapitalistische Denken befreit uns nicht von der Notwendigkeit uns auf dem Arbeitsmarkt zu verkaufen. Es hilft uns vielleicht dabei neue Wege zu suchen, aber es scheitert daran unsere materiellen Bedingungen anders zu besorgen.
    Deswegen ist politisches Handeln für uns zwangsläufig begrenzt, weil es vortäuscht, dass wir als Gleiche zusammenkommen, während sich in Wirklichkeit in den meisten politischen linken Gruppen Menschen aus dem Mittelstand finden, die gerade genug Zeit und Muße haben die Welt zu verändern. Aus dieser Akzeptanz der Gleichheit, in der wir uns angeblich bei politischen Aktionen treffen, resultiert unserer Meinung nach auch, dass wir es anderen Menschen verübeln, wenn diese unsere Form der Politik nicht teilen wollen. Wenn diese eben keine Zeit oder Lust haben verschachtelte Texte (wie diesen hier) zu lesen oder auf mehrstündigen Demos ihren freien Tag zu verbringen – vor allem dann nicht, wenn es vielleicht einer von zweien für die nächsten sieben Tage ist. Dass unsere Politik sich dann von einer Gesellschaft entfernt, die wir doch verändern wollen, sollte wohl kaum verwundern. Verwundern könnte es, wenn die eigene Distanz und Einflusslosigkeit schließlich so gedreht wird, dass mit der restlichen Gesellschaft gar kein Kontakt gewollt ist, weil diese dumm, blöd und langweilig ist. Wie aus dieser Perspektive eine Praxis folgen soll, die nicht in Elitenbildung mündet, ist uns schleierhaft.
    Wir plädieren dafür, dass eine Trennung von Politik und Wirtschaft schließlich jedes Mal auf’s Neue an ihre Grenzen geführt wird, um die Fesseln, die sie gegenseitig an uns legen, schlussendlich zu sprengen. Denn dabei stellen wir alles radikal in Frage außer das Privateigentum und die Vergesellschaftung durch Verwertung. Unsere Zusammenhänge und Organ-isationsformen konzentrieren sich vor allem darauf ‘Politik’ zu machen und damit sind wir vielleicht nicht so weit weg von einem staatlichen Politikbegriff, wie wir uns manchmal gern vorstellen. Der Ansatz Menschen von unserer Idee zu überzeugen ist zwar gut und wichtig, jedoch ist die Differenz zu einer Wahlkampfveranstaltung irgendeiner Partei manchmal schwer auszumachen. Dabei geht es in dieser Kritik weniger um den Inhalt, als vielmehr um die Form. Diese bewegt sich in beiden Fällen nämlich im Rahmen der demokratischen Mehrheitsbildung. Der Suche nach Anhänger*innen, nach Sympathisant*innen und potentiellen Wähler*innen. Gewählt werden kann dann entweder am Wahltag zwischen CDU und SPD, oder am Freitagabend zwischen anarchistischem Vortrag oder kritischer Diskussionsrunde – beides verbleibt im Rahmen, der die grundlegende kapitalistische Ordnung nicht gefährdet. Denken allein gefährdet die kapitalistische Ordnung noch nicht, sondern kann in den meisten Fällen sogar problemlos in verwertbare Bahnen gelenkt werden. Genauso wenig schafft es ein Tun die Verwertungsprozesse zu überwinden, wenn es sich nicht selbst analysiert, sondern in Routinen verharrt, die sich seit Generationen nicht verändert haben und kaum noch in der Lage sind auf gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren oder viel wichtiger noch selbst zu agieren. Darin sehen wir einen der negativsten Aspekte des Aktivismus als Selbstzweck – schließlich wird es fast schon besser irgendetwas zu tun, als die Dinge einfach weiterlaufen zu lassen. Wir stimmen zu, dass die gesellschaftliche Situation danach schreit, dass eingegriffen wird. Aber wir sollten nicht nur zwingend reflektieren, wie wir unsere eigenen Ziele erreicht haben, sondern auch in welchen Rahmen wir diese Ziele gesteckt haben und ob wir nur bis dahin oder noch viel weiter wollen. Den Kopf ab und zu wieder in die eigene Utopie stecken, um zu sehen, was es ist, das wir anstreben, gibt die Möglichkeit das eigene Handeln an utopischen Ansprüchen zu messen.
    Wir wollen an dieser Stelle keiner Aktionsform das Existenzrecht absprechen oder sie brandmarken. Vielmehr geht es uns darum eine Diskussion darüber anzuregen, was wir unter Politik verstehen könnten und vor allem darum wie wir uns organisieren können. Wir stellen dabei immer häufiger eine fehlende Diskussionskultur fest, die sich weigert über grundlegende Begriffsverständnisse zu diskutieren geschweige denn gemeinsam herrschende Verhältnisse zu analysieren, um daran anknüpfend Strategien zu entwickeln. Was dafür fehlt ist vielleicht auch eine gemeinsame Plattform. In der Diskussion um Critical Whiteness stellt Vassilis Tsianos fest: “Wir leben in unterschiedlichen Diskursen. Ich habe keine Zeit, mir stundenlang Websites anzusehen, ich stelle mich der Debatte, aber die Leute diskutieren nicht. Meine Konsequenz daraus ist: Wir brauchen neue Formate, in denen wir miteinander diskutieren können. Es geht nur durch sich treffen, streiten, Sachen tun.” Wenn das für ein begrenztes Themenfeld wie die Critical Whiteness zutreffen sollte, dann würde es mit ziemlicher Sicherheit auch auf so etwas wie eine “linksradikale Bewegung” zutreffen. Vielleicht müssen wir die Politik deshalb nicht komplett über Bord werfen, sondern sie teilweise nutzen: um wieder miteinander ins Gespräch zu kommen, miteinander solidarisch zu streiten, gemeinsam Situationen zu analysieren und sich auf Augenhöhe auszutauschen. Diese Politik sollte sich jedoch ihrer eigenen Grenzen bewusst sein und sich nicht selbst überschätzend zutrauen allein durch Streitgespräche die Situation zu verändern. Doch trotzdem halten wir an der Politik fest, weil wir sie als Mittel nutzen können, um uns auszutauschen und weil wir glauben, das sie über sich hinausweisen kann, um sich potentiell auch anders zu strukturieren – nämlich dann, wenn sie sie mit der eigenen Lebensgrundlage verbunden wird und nicht als Zusatz oder Hobby praktiziert. Und sie sollte sich vor allem wieder bewusst machen, dass das Ziel nicht sein kann, dass wir alle der gleichen Meinung sind, sondern dass wir uns gegenseitig mit unseren Gedanken und Ideen respektieren. Die Akzeptanz unterschiedlicher Taktiken gehört für uns zu einer Grundlage anarchistischer Praxis, deren Ziel die Überwindung der herrschenden Verhältnisse ist.
    Für uns scheint eine Taktik zunehmend wiederbelebt werden zu müssen: eine Politik, die über sich hinausweist und damit auch ihre Grenzen deutlich macht. Über sich hinaus weisen kann dabei bedeuten, dass grundlegende Arten der kapitalistischen Vergesellschaftung hinterfragt und schließlich abgelehnt werden, um daran anschließend nach anderen Formen zu suchen. Über sich hinaus weisen kann dabei bedeuten, dass wir aktiv die Vorstellung von Privateigentum angreifen; dass wir uns zunehmend – nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich – kollektiv organisieren und verwalten; dass wir unsere gemeinsamen Grundlagen schaffen und zueinander anders in Beziehung treten als nur über die Kategorie der Verwertung. Wir dürfen dabei jedoch nicht glauben, dass wir dann außerhalb des Kapitalismus wären und jenseits von ihm agieren würden. Wir sind ein Teil von ihm. Aber wir können Teile sein, die sich miteinander verbinden, um innerhalb dagegen zu wirken.

  • Awarenesskonzepte bei sexualisierter Gewalt
    Veranstaltungsreihe Juli/August 2014
    Wir alle wachsen in einem kapitalistischen Normalzustand auf, dessen Hierarchien und Diskriminierungen allgegenwärtig sind und uns Tag für Tag klein halten sollen. Wir können uns diesen Gegebenheiten nicht komplett entziehen, doch auf dem Weg dahin sie zu überwinden, können wir uns wenigstens in von uns selbst geschaffenen Freiräumen zurück ziehen. Solche Schutzräume geben uns die Möglichkeit, ein respektvolles Miteinander zunächst im Kleinen Wirklichkeit werden zu lassen.
    Was aber, wenn auch hier kein Schutz vor Übergriffen gewährleistet ist? Wir alle können – bewusst oder unbewusst – Grenzen von Anderen übertreten, davor ist kein Mensch sicher. Wie können wir also unsere eigenen Communities möglichst herrschaftsfrei gestalten, so dass sich darin Anwesende nicht bedroht fühlen müssen? Und wenn es zu Gewalt kommt, welche Handlungsmöglichkeiten gibt es dann für uns abseits von einem staatlichen Justizsystem, in welchem Betroffene viel zu oft erhebliche Retraumatisierungen erfahren müssen?
    Mit diesen Fragen wollen wir uns im Rahmen der Vortragsreihe „…“ auseinander setzen und uns gemeinsam mit euch näher mit so genannten Awarenesskonzepten bei sexualisierter Gewalt in linksradikalen Räumen beschäftigen. Alle Veranstaltungen werden in deutscher Lautsprache gehalten und sind offen für alle Gender_Inter_Trans. Es wird eine Einführungsveranstaltung geben, zu der alle interessierten Menschen kommen können sowie drei Workshops, welche allerdings jeweils eine begrenzte Teilnehmer_innenzahl haben. Wenn ihr euch dafür interessiert und anmelden wollt, dann schreibt uns gerne eine Mail: in_our_hands@riseup.net

    Lasst uns darüber diskutieren, wie wir Sachen besser machen können –
    Revolution starts at home and in our communities!
    weiterlesen

  • poster copy_small

    Vom 3. bis 8. Juli 2014 wird die HipHop-Crew „Social Waste“ aus Kreta & Athen durch einige Städte reisen, um zunächst über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen in Griechenland zu berichten, sowie darüber hinausgehend auch über die sozialen Kämpfe und Versuche der Selbstorganisation. Der Fokus liegt dabei besonders auf antifaschistischen und linksradikalen Ansätzen. Daran anschließend wird es ein Konzert der vierköpfigen Gruppe geben. Also schaut, ob sie auch in eure Stadt kommen und schaut vorbei.

    3.7. Bielefeld | 4.7. Göttingen | 5.7. Leipzig | 6.7. Berlin | 8.7. Bremen


    Greece, Austerity and the Social Struggles
    In the past four years Greece has witnessed a social and economic collapse unprecedented in any European country ever since WWII. Harsh austerity measures were imposed to its population that led to a 28% unemployment rate, 62% youth unemployment, the collapse of the political system, and the rise of a Neo-nazi party, Golden Dawn, that today has 18 deputies in the parliament. The talk will discuss how this social transformation has taken place, as well as the reaction of different social movements like antifascist struggles or the attempts for more self-organization. The speaker is a PhD researcher at the Department of Political and Social Sciences of the European University Institute in Florence, Italy. His research focuses on the different political strategies that social movements adopt in their struggle for social change (case studies: the Zapatistas of Mexico and the Cocaleros of Bolivia). He is a member of the Greek hip-hop formation Social Waste, a contributing editor of ROAR Magazine, and was an active participant in the occupation of Syntagma Square. Throughout 2011 and 2012 he also participated in demonstrations and occupations in several other countries, including Italy, Spain, and Mexico. Together with Jerome Roos, he is co-director of Utopia on the Horizon (2012), a short documentary on the occupation of Syntagma Square in Greece.

    deutschsprachige übersetzung:
    vortrag zu griechenland, sparpolitik und sozialen kämpfen
    seit den vergangenen vier jahren ist griechenland von einem sozialen wie auch ökonomischen zusammenbruch betroffen, welcher in dieser form keinen anderen europäischen staat während der derzeitigen finanzkrise getroffen hat. herbe sparmaßnahmen wurden eingeführt, die arbeitslosenquote stieg auf 28% an, die jugendarbeitslosigkeit gar auf 62%. während das politische system kollabiert, wird der aufstieg der neonazi-partei „goldene morgenröte“ sichtbar, welche derzeit 18 delegierte im griechischen parlament stellt. der vortrag wird die rahmenbedingungen erläutern, die für das zustandekommen dieser sozialen veränderungen entscheidend waren und sind. ebenso werden reaktionen verschiedener sozialer bewegungen vorgestellt. dabei wird vertiefend auf antifaschistische kämpfe und auf versuche von selbstorganisation eingegangen. der referent studiert politik- und sozialwissenschaften in florenz. sein schwerpunkt liegt auf politischen strategien sozialer bewegungen in deren kämpfen um sozialen wandel. er ist redakteur des „roar“-magazins und fokussiert sich in texten verstärkt auf zapatistische gruppen in mexiko und auf die cocaleros in bolivien. der referent ist teil der antifaschistischen hip-hop-gruppe „social waste“, welche im weiteren verlauf des abends im auftreten wird. der vortrag wird in englischer sprache stattfinden. ob es übersetzung gibt, hängt von den einzelnen organisator*innen ab.

  • Für alle, die es nicht zum Vortrag geschafft haben oder ihn gern nochmal hören würden: hier findet ihr den englischen Mitschnitt vom 18.4.2014:
    (Danke an den Infoladen für’s Hochladen und Mitschneiden!)

    Crimethinc.-Vortrag by Infoladeng16 on Mixcloud

  • “Was kann der Anarchismus anbieten?”, fragte die referierende Person des CrimethInc.-Kollektives kurz nach dem Beginn des Vortrages. Gemeint ist: was kann der Anarchismus zu den neuen sozialen Bewegungen beitragen, die in den letzten Jahren immer wieder unsere Aufmerksamkeit angezogen haben. Ähnlich dem CrimethInc.-Kollektiv aus den USA haben wir die Aufstände, die sozialen Revolten und die Platzbesetzungen von Occupy bis Soy132, von Gezi-Park bis Syntagma-Platz aufgeregt verfolgt. Wir haben uns die Köpfe darüber zerbrochen, wie sich daran anknüpfen lässt und wie die vielen kleinen Nadelstiche verbunden werden können, um die Freiräume zu vergrößern. Und ähnlich wollten wir es an diesem Abend auch wieder tun, als im April diesen Jahres N. zu einer kleinen Vortragstour nach Europa kam und dabei auch in Leipzig hielt. Der folgende kurze Text soll ein paar subjektive Eindrücke wiedergeben und daran anschließend auch ein paar weitere Gedanken zur Diskussion stellen, ohne jedoch den Anspruch zu erheben den Vortrag wiederzugeben.

    Immer wieder spannend am CrimethInc.-Kollektiv ist, dass sie sich nicht ständig auf die selben alten Texte berufen, sondern aktiv eigene Positionen und Analysen formulieren, die versuchen die aktuelle Situation greifbar zu machen, um dann daran anschließend darauf reagieren zu können. Diese Positionen oder Analysen müssen nicht immer geteilt werden und gerade die ersten Jahre ihrer Existenz haben dem Kollektiv Vorwürfe des “Lifestyle-Anarchismus” eingebracht. Allerdings finden wir diesen Ansatz der eigenen Ideenproduktion sehr faszinierend und beteiligen uns gern an solchen Debatten und verfolgen sie, so dass wir* gemeinsam – die wir* uns als Anarchist*innen, Libertäre oder damit Verbundene definieren – die Kommunikation zwischen uns wieder aufbauend, uns gegenseitig erkennen mögen. Gern auch durch den Pathos, den die CrimethInc.-Texte versprühen und der unsere Augen manchmal funkeln lässt, wenn zwischen den Zeilen die Träume so nah scheinen.
    Gerade in Zeiten, in denen nahezu alle von ‘der’ Krise (des Kapitalismus) reden, sollten wir* uns Gedanken darüber machen, wie wir* konkret an den aufkommenden Bewegungen teilnehmen können und wie wir* diese auch gestalten können bzw. wie wir* unsere Vorstellung einer herrschaftsfreien Welt auf den öffentlichen Plätzen lebbar machen können. Während des Vortrages wurde vorgeschlagen, dass anarchistische Kritik sich besonders an drei Punkten deutlich machen sollte, um damit auch darüber hinaus Alternativen zu zeigen. Diese drei Punkte seien die Polizei, Citizenship/Bürger*innenschaft1 und Demokratie.
    Der erste Punkt sei die stetige Aufrüstung und Einsetzung von Überwachungstechnologien, aber auch von Polizei zur Aufstandsbekämpfung. Sei es zur Zwangsräumung von Wohnungen, sei es zur Schikanierung in ‘Gefahrengebieten’, sei es zur Durchsetzung des Castor-Transportes, sei es zur Bewachung von Fabriken oder der Europäischen Zentralbank – immer wieder erscheine die Uniform als Verkörperung eines Systems, das uns aus unseren Wohnungen zwingt, das uns angreift und verfolgt. Diese gemeinsame Erfahrung der Unterdrückung solle genutzt werden, um deutlich zu machen, dass ein Polizeiapparat nicht nur Merkmal eines bestimmten Staates sei, sondern aller Staaten, zu jedem Zeitpunkt. Die Durchsetzung und Aufrechterhaltung des Gewaltmonopols oder die Verteilung eben dieses, bilde ein Kernelement von Staatlichkeit und sein totaler Herrschaftsanspruch über unsere Leben drücke sich in diesem aus.
    Und der Staat versuche auch in einem weiteren Punkt sich als Bestimmer unserer Leben und Lebensweisen zu präsentieren, indem er uns von Geburt an “Nationen” zuordne. Doch während die kapitalistische Entwicklung Überleben für ärmere Schichten nahezu unmöglich mache, würden viele beginnen einen neuen Ort zu suchen, um dort besser überleben zu können. Diese Widersprüchlichkeit führe zwangsläufig zum Konflikt und somit zeige sich, dass weder die soziale Demokratie noch faschistische Systeme als Lösungen für derzeitige Krisen gesehen werden können. Die anarchistische Kritik solle demnach deutlich machen, dass beide Vorschläge zur Lösung der aktuellen Krise auf starke Grenzen bauen, um genau festlegen zu können, wer zu ihrem Staat gehöre und wer nicht und dass diese Grenzen jedoch nicht in der Lage seien die aktuellen Probleme zu lösen.
    Während diese beiden Punkte weniger neue Kritikpunkte sind, war besonders der letzte Punkt spannend, der sich zum Teil auch auf die aktuelle Organisation von Protestbewegungen konzentrierte. Davon ausgehend, dass einige der Revolten sich gegen repräsentative Demokratien entwickelt hätten, wurde überlegt, welche Grenzen eine demokratische Organisation vielleicht auch für unsere eigenen Gruppen bringen könnte. So wurde die These in den Raum gestellt, dass das Konsens-Prinzip eher für kleine, miteinander vertraute Gruppen entwickelt wurde und darin seine Anwendung finden sollte. Je größer und damit auch meist je unterschiedlicher die Gruppe in ihrer Zusammensetzung werde, desto wahrscheinlicher wäre es, dass eine Konsensfindung eher blockierend wirke, da sie nur noch den kleinsten gemeinsamen Nenner darstelle und jene Realität abbilde, die für die Mehrheit akzeptierbar ist. Aus diesem Gedankengang ergab sich, dass Anarchist*innen gegenüber großen Gruppen ein autonomes Handeln propagieren sollten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. So werde verhindert, dass sich (Entscheidungs-)Macht in einer Institution (wie z.B. einer Vollversammlung) konzentriert und ein selbstbestimmtes/selbstständiges Handeln kleinerer Gruppen nahezu unmöglich werde.
    Auffallend an dem Vortrag war für uns, dass er sich besonders auf die politischen Formen konzentrierte. Mit der Diskussion der Aufrüstung und Anwendung von Überwachungs-/Polizeiapparat, der Infragestellung der Staatsbürgerschaft und auch dem Konzept der Demokratie zur Entscheidungsfindung, fokussierte sich die Kritik vor allem auf die Art und Weise wie Politik gemacht wird, oder auch was für Politik gemacht wird. Diese Diskussion ist wichtig und entscheidend, da dort Anschlusspunkte gefunden werden und wir* darüber reflektieren können, wie wir* gemeinsame Entscheidungen treffen wollen – wie ein politischer Prozess gestaltet werden kann. Doch vernachlässigt sie gleichzeitig ein zentrales Element: das direkte Leben, damit meinen wir das Überleben der Menschen, hängt letztlich davon ab, dass der kapitalistische Produktionsprozess weitergeht. Sei dies zum Beispiel in Form von Hunger, dass Menschen essen müssen. Oder sei es darüber hinaus auch die Tatsache, dass wohl die wenigsten Menschen mit dem Beginn der Besetzung aufhören würden ihre Mieten zu zahlen oder ihren Job hinzuschmeißen. Der kapitalistische Alltag wird zwar ein Stück aufgebrochen und ihm wird in zentralen Punkten eine Alternative entgegengesetzt, doch mit anhaltender Dauer der Proteste fordern uns die materiellen Notwendigkeiten heraus, denen wir* schließlich auf gewohnten Wegen folgen. Der Status Quo scheint derzeit noch immer den längeren Atem zu haben und unsere Träume zerplatzen schließlich nicht nur am Polizeiknüppel, sondern auch daran dass wir* es nicht schaffen jeden Lebensbereich selbst zu gestalten. Wir würden die Vermutung in den Raum stellen, dass dies sowohl auf den Alltag der meisten politischen Aktiven zutrifft, als auch auf die Situation des Aufstandes und der Revolte. Während die Kollektive auf den Plätzen entscheiden, wie sie ihn gemeinsam gestalten wollen, entscheiden wir nur selten, was wir wie herstellen oder was bei vielen von uns acht Stunden (oder mehr) unseres Tages bestimmt. Deshalb würden wir vorschlagen, dass Anarchist*innen auch eine Frage stellen sollten: wie können wir* unsere eigene Autonomie aufbauen, die uns selbst bestimmen lässt, wie wir* zusammen leben und wie wir* überleben? Dazu können Plünderungen (von denen wir bisher nur in den seltensten Fällen bei Aufständen gehört haben) genauso gehören, wie die Kollektivierung einer Fabrik oder die Besetzung von Feldern zum Anbau oder all die zahlreichen Formen, die euch nun in den Kopf kommen mögen.
    Wir denken es geht darum, über bloße Reaktionen auf staatliche Angriffe auf unser Leben hinauszugehen und ebendieses selbst zu gestalten. Es ginge darum die abstrakte Trennung von Politik und Arbeit aufzuheben, die uns dazu auffordert in einem abgesteckten Bereich verfassungskonform um eine Mehrheit zu werben und unsere Ideen als die besseren zu präsentieren. Wenn wir* davon überzeugt sind, dass sie das bessere Leben bringen, dann sollten wir* darangehen sie umzusetzen, sie selbst endlich zu erleben und auszuprobieren. Wir* brauchen dazu keine Mehrheit, wir* brauchen nur immer neue Anläufe und Versuche, in denen wir* herausfinden, was uns gut tut und womit wir* die herrschaftsfreien Strukturen zwischen uns aufbauen können, von denen wir* immer erzählen, ohne dass wir* von weiterhin von unterdrückenden Verhältnissen profitieren.

    wir – die Autor*innen

    wir* – Hier ist ein ‘erweitertes wir’ gemeint, welches auf eine lose Gruppe von Menschen bezogen ist, die wir* uns als Anarchist*innen, Libertäre oder damit Verbundene definieren.

    1 – Citizenship/Bürger*innenschaft verstehen wir hier als gewisse bürgerliche Rechte, die auf der zugeschriebenen Zugehörigkeit zu einer Nation beruhen.

  • ThumbnailAm 7. März 2013 hielt Roman Danyluk im Rahmen seiner Vortragstour auch in Leipzig einen Vortrag zum Thema Klassenkampf und soziale Emanzipation. Zusammen mit ihm organisierten wir den Vortrag und diskutierten noch […]

  • Reclaim Utopia – Es geht darum zu träumen, es geht auch darum das Unmögliche zu versuchen, es geht darum eben auch das Unmögliche konkret zu machen. Wir wollen die Verhältnisse zum Wanken und Fallen bringen. Doch wenn wir unsere Vorstellungen nur an den Verhältnissen orientieren, können wir uns aus diesen nicht befreien, weil sie uns keinen Ansatz dafür bieten, wie ein Leben möglich sein kann. Anarchistische Ideen gehen dabei immer einen Schritt weiter als das, was die herrschende Realität uns als möglich suggerieren mag. Wir stellen das Morgen in seiner angeblichen Zwangsläufigkeit in Frage und wollen das Heute bereits so gestalten, dass wir uns darin lebendig fühlen können. In diesem Sinne ist Anarchismus für uns Utopie und Praxis zugleich.
    Es gibt unzählige Vorstellungen von einem anarchistischen Zusammenleben. Diese Vielfältigkeit anarchistischer Theorien führt soweit, dass sogar sich selbst widersprechende Konzepte unter ein und demselben Sammelbegriff zusammenfallen. Es gibt nicht „den“ Anarchismus, es gibt viele Anarchismen.

    Genauso viele Ansätze und Versuche gibt es, diese umzusetzen und Alternativen zu der gewaltvollen, kapitalistischen und von Konkurrenz geprägten Wirklichkeit in der wir leben zu schaffen und diese graue Welt endlich aufzubrechen.
    Aber welche Popularität und welche Relevanz als gesellschaftliche Kraft haben diese Versuche? Welche bedeutsamen Möglichkeiten zur Veränderung gibt es heute? Es scheint fast unmöglich, dass Menschen mit libertär-emanzipatorischem Anspruch versuchen, Realpolitik mitzugestalten ohne ihre utopischen Positionen, Ideale und Reflektionen zu verlieren. Alternativ dazu versuchen manche, sich eigene Realitäten zu schaffen und ihr Leben nach D.I.Y.-Idealen zu gestalten, um möglichst wenig Teil des Unrechts zu sein, das doch allgegenwärtig ist. Aber wie weit ist dies möglich?
    Wir, alle die wir träumen und verwirklichen wollen, werden immer wieder aufs Neue von der zerstörerischen Realität eingeholt und sind Teil von ihr, sowie sie Teil von uns ist. Es ist unmöglich, eine Bewegung auszuführen, ein Wort zu denken oder einen Augenblick zu erleben, ohne unsere Sozialisation zu spüren, noch sie abzulegen. Wir sind in dieser Welt gewachsen und tragen sie in uns, sowie unsere Ideen in ihr gewachsen sind und in ihr gedacht werden. Trotzdem wollen wir eine Welt erschaffen, die nichts mit der uns vertrauten gemein hat, doch ist uns dabei bewusst, dass sie in ihr ihren Ursprung hat.
    Wir wissen um diesen Widerspruch und hadern mit ihm, da  er die Stille schafft, die uns nicht schlafen lässt. Doch wir leben auch mit diesem Widerspruch und nehmen ihn an. Der Anarchismus birgt für uns dabei die Idee, dass ein herrschaftsfreies Miteinander möglich ist und dass es gelebt werden kann. Er birgt den Anspruch, direkte Lösungen für auftretende Probleme zu finden, wobei jene entscheiden, die betroffen sind. Darin liegt für uns ein Potential des Anarchismus, während seine Sprengkraft dadurch ausgelöst wird, dass Diversität nicht eine Begleiterscheinung, sondern ein zentrales Element ist, was ihn belebt.
    Wir wissen, dass jeder Schritt den wir nach vorne gehen, immer den Angriffen der Verhältnisse ausgesetzt ist. Unsere Theorie wird bis zur Lächerlichkeit entstellt und als gefährlich beschrieben. Unsere Praxis wird als unmöglich und dem Menschen nicht „natürlich“ dargestellt. Diese Verklärungen gilt es deshalb anzugehen und ein realistisches Bild aufzuzeigen, welches die Plausibilität anarchistischer Ideen vermittelt.
    Weltweit finden beinahe täglich Aufstände statt. Weil das Gegebene nicht mehr hingenommen werden kann. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen, die sich versuchen aus ihrer erdrückenden Lage zu befreien und freuen uns über jeden sozialen Aufstand, der sagt, dass das Unerträgliche nicht mehr zu akzeptieren ist.1
    Wir kritisieren den Ansatz, diese Aufschreie als illegitim zu diffamieren und so zu tun, als gäbe es keinen Grund oder keine Notwendigkeit zu einem Aufstand – die Gründe dafür sind täglich sichtbar!
    Wir unterscheiden wo Gewalt ihren Ursprung hat und welches Ziel sie verfolgt. Wir setzen die Gewalt, die unterdrücken will, um eine Ordnung aufrecht zu erhalten, mit einer Gewalt, die auch nur ein Aufschrei über die unfassbaren Zustände sein kann, nicht gleich. Dabei wissen wir um die ständige Gefahr, dass sich diese in unterdrückende Gewalt wandeln kann und betrachten die unaufhörliche Reflektion und Hinterfragung als unabdingbar.
    Es gilt die Subkulturen zu verlassen und eine Welt zu entdecken, die möglich ist und die in Greifweite liegt. Es gibt nichts zu gewinnen am Ende dieser Reise, aber es gilt eine Utopie wieder zu erleben, die wir verloren glaubten. Es gilt die Kraft von Träumen auf den Straßen auszuleben und die leuchtenden Augen von Ideen zu beschützen. Es gilt zurück zu nehmen – nicht zu fordern – was wir aufgegeben hatten und was uns als ‚unrealistisch‘, ‚träumerisch‘, ‚zeitverschwenderisch‘, ‚idealistisch‘, ‚utopisch‘ aus den Händen gerissen wurde, um es dem Zynismus vorzuwerfen. Und dafür sind nur wir verantwortlich, dass heißt: ich. du.

    Theorie und Praxis sind untrennbar. Ohne Theorie haben der Aufstand, das Projekt oder die versuchte Umsetzung einer Idee kein Ziel und verpuffen. Und ohne Praxis sind die Texte in den Büchern, die Reden gegen die Verhältnisse und die nächtelangen Diskussionen, die uns gleichzeitig soviel Kraft geben und uns zum Verzweifeln bringen, zum Sterben verurteilt.
    Die Idee, der Traum, die Utopie wird verbreitet indem es gelebt wird, um letztlich die Mauern der Ignoranz, die uns umgeben, niederzureißen.

    Und dafür bleibt uns noch ein ganzes Leben.

    1 Fußnote