• Heute gab es eine Veröffentlichung eines Interviews mit mir im Sachsen Sonntag, eine Zeitung die im Grunde nur auf Werbung spezialisiert ist. Als Werbung ist damit auch das Interview zu verstehen. Es wurde an meinen Aussagen herum geändert mit der Begründung auch „Oma Erna“ solle verstehen was ich gesagt habe. Nun ja ich muss dazu sagen ich sitze nicht im Stadtrat um „Oma Erna“ zu repräsentieren. Meine Entscheidung mich zur Stadtratswahl auf zu stellen ist eine bewusste und zwar eine mit der ich junge Menschen repräsentieren möchte. Wenn „Oma Erna“ das gut findet das junge Menschen in der Kommunalpolitik aggieren dann freue ich mich natürlich dennoch über ihre Stimme. Das Interview welches im Sachsen Sonntag, in abgeänderter Variante, stand findet ihr hier das Bild wurde von mir auch nur unter Protest genehmigt, denn seit wann kommt eine Parkbank aus einer Funbox? Deshalb hier folgend der Originaltext des Interviews! Viel Spasz beim lesen!

    Tobias Burdukat, 2. Stellvertreter der Wähler_innenvereinigung „Bürger für Grimma“ im Gespräch mit dem Sachsensonntag.

    Frage: Sie sind bereits seit der vergangenen Wahlperiode 2009 – 2014 als Stadtrat (Bürger für Grimma) tätig. Welche Ihrer persönlichen Ziele und Vorstellungen in Ihrer Funktion als Stadtrat konnten Sie Ihrer Ansicht nach in dieser Zeit umsetzen?

    Wenn ich jetzt sage, dass ich ohne genaue Vorstellungen von den Inhalten der Arbeit eines Stadtrates im Jahr 2009 zur Wahl angetreten bin, laufe ich zu Beginn des Interviews natürlich Gefahr mich gleich ins Abseits zu stellen. Allerdings wäre es gelogen, wenn ich mir jetzt Ziele und Vorstellungen aus den Fingern saugen würde. Für mich war und ist es wichtig, dass besonders in der ländlichen Region junge Menschen an der Politik teilhaben. Wenn ich dies als persönliches Ziel definiere, kann ich dies als Erfolg verbuchen. Es hat von den fünf Jahren Amtszeit ca. zwei Jahre gedauert bis die anderen Mitglieder des Stadtrates überhaupt zugehört haben wenn ich etwas gesagt hab, mittlerweile habe ich jedoch dieses Gefühl des gehört werdens. Damit konnte jungen Menschen innerhalb eines Kommunalparlamentes eine Plattform geboten werden. Ein mir sehr wichtiger Punkt war das einbringen einer anderen Perspektive in die Entscheidungen, welche im Stadtrat getroffen werden. Auch wenn die Chancen, thematisch gesehen, dazu innerhalb eines Kommunalparlamentes sehr gering sind, konnte mir dies jedoch bei der ein oder anderen Entscheidung gelingen. Auch wenn die Entscheidungen nur selten diesbezüglich beeinflusst wurden, hatte ich die Möglichkeit eine etwas alternativere, weltoffenere und hierarchiefreiere Perspektive anzubringen. Somit habe ich vielleicht den ein oder anderen Menschen vertreten, der sich in den gängigen Argumentationslinien von Politiker_innen nicht wiederfinden kann.

    Frage: Die Fraktion Bürger für Grimma stellt zur Wahl am 25.05.2014 im Vergleich zu den übrigen Stadtratskandidat_innen verhältnismäßig viele junge Menschen auf, wie kommt es dazu?

    Nun ein Grund und wahrscheinlich auch der entscheidendste ist, dass ich tatsächlich versucht habe nicht noch eine Amtsperiode der alleinige Vertreter meiner Generation und Folgender innerhalb dieses Kommunalparlamentes zu sein. Viele der jungen Menschen auf unserer Liste kommen tatsächlich auch aus meinem privaten Umfeld und sind ebenso wie ich bestrebt, Grimma auch für junge und kulturell interessierte Menschen bewohnbar zu machen. Durch die bereits absolvierte Amtsperiode war ich vielleicht auch gegenüber der jüngeren Menschen eher in der Lage die Arbeit innerhalb eines Kommunalparlamentes transparent darzustellen, denn vielerorts existiert da ja doch eine etwas idealisierte Vorstellung von der Tätigkeit. Je mehr junge Menschen versuchen, die häufig sehr trockene Arbeit mit Leben zu erfüllen, desto greifbarer wird diese auch und desto mehr können auch junge Menschen ihren Alltag in einer Kommune mitgestalten. Was ja gerade auf dieser Ebene Sinn macht, denn schließlich leben die jungen Menschen ja noch ein paar Jahrzehnte länger in der Kommune, also warum nicht auch die kommunalpolitischen Entscheidungen so mitgestalten, dass ich mich in 10-20 Jahren in dieser Kommune noch wohlfühlen kann.

    Frage: Welche konkreten Zukunftsideen ergeben sich für Sie daraus – für die Menschen Ihrer Gemeinde, die Wirtschaft und das Gesamtgefüge der Stadt Grimma?

    Eine schon etwas philosophisch angehauchte Frage, aber da ich junge Menschen repräsentieren möchte, spielt die Zukunft natürlich eine entscheidende Rolle. Auf meiner individuellen Stadtrats-to-do-Liste steht ganz oben, Grimma für junge Menschen attraktiver zu machen. Um so vielleicht indirekt ihre Lebensraumentscheidung mit beeinflussen zu können. Eine Stadt wie Grimma zählt zum ländlichen Raum und wird nie mit einem Leipzig, Dresden, Hamburg oder einem Berlin mithalten können, aber dies sollte auch nicht der Anspruch sein. Als wichtig empfinde ich es, dass Menschen die in Grimma aufgewachsen sind, dann für Ausbildung, Studium, Reisen, Lebenserfahrung und das Leben als solches weggehen, auch gern wieder nach Grimma kommen und sich vielleicht dann auch dafür entscheiden, in ihrer alten und evtl. neuen Heimat zu wohnen. Ich distanzieren mich seit vielen Jahren deutlich von nationalen, patriotischen und menschenverachtenden Haltungen und eine dieser Zukunftsideen ist somit die Vorstellung von einer Kommune, in der derartige Einstellungen keinen Raum mehr haben. Die Zukunftsidee des Raumes als Gestaltungsort für die Selbstständigkeit junger Menschen spielt dabei ebenfalls eine wesentliche Rolle. Diese Räume können auch wirtschaftlich relevant sein, indem wir es innerhalb der Kommune schaffen, uns von einem bedingungslosen Gewinnstreben zu lösen und unsere Wirtschaft solidarischer gestalten. Eine derartige Herangehensweise wirkt sich dann unterm Strich natürlich auch auf das Gesamtgefüge der Stadt Grimma aus. Wie stark die regionale Wirtschaft einer Kommune ist, entscheiden die Menschen, welche in ihr leben. Die regionale Wirtschaft hat nämlich auch die Möglichkeit, solidarisch mit den Menschen umzugehen und kann somit auch Perspektiven für junge Menschen im ländlichen Raum bieten. Dadurch ist die Wirtschaft und das Gesamtgefüge der Stadt auch in der Lage, über den sogenannten Tellerrand zu schauen. Deshalb träume ich von einem autarken Raum für junge Menschen, der sich in die regionale Wirtschaft integriert und Heute schon das Morgen gestaltet.

    Frage: Wie wollen Sie einzelne Gruppen (z.B. Jugendliche) in diese Ideen einbinden?

    In erster Linie liegt dies natürlich daran, ob sich die Gruppen überhaupt einbinden lassen wollen. In den Jahren in denen der Förderverein für Jugendkultur und Zwischenmenschlichkeit e.V. das Crossover Festival in Grimma organisierte, wurde mir persönlich deutlich dass dieser Wille der Knackpunkt ist. Unsere Welt ist auf Konsum ausgerichtet und vielen jungen Menschen fehlt leider der Bezug zu dem Fakt, dass nichts auf dieser Welt selbstverständlich ist. Wenn es also heißt in Grimma wäre nichts los und es ist langweilig, dann haben die Menschen die dies sagen es in der Hand das zu ändern, denn nur sie wissen ja was es braucht, damit es nicht mehr langweilig ist. Ich bin natürlich nur ein einzelner Mensch, aber genau dort versuche ich junge Menschen abzuholen und einzubinden. Junge Menschen brauchen Raum, brauchen Gestaltungsmöglichkeiten und ja – sie sind überfordert damit dass sie für ihre Eltern die Kohlen aus dem Feuer holen sollen. Möglichst mit einem tollen Schulabschluss und einer ach so tollen Ausbildung oder Studium und dann einem Job mit hohem Einkommen.

    Das Einbinden der Jugendlichen beginnt somit beim Gang zur Wahlkabine am 25.05.2014 und auch wenn ihr auf den Wahlzetteln keinen Menschen findet, der euch repräsentieren kann, dann macht euren Wahlzettel ungültig und zeigt somit eure Ablehnung gegenüber dem existierendem System, aber bitte geht. Mein persönliches Interesse liegt darin, jungen Menschen eine Stimme und eine Perspektive in Grimma zu geben. Nach dem Akt des Wählens folgt dann im besten Fall auch ein gewisses Engagement. Im Rahmen eines Projektes, welches durch den Landkreis Leipziger Land (Lokaler Aktionsplan) finanziert wird, möchte ich nach den Wahlen junge Menschen aktiv in die Entscheidungen des Kommunalparlamentes einbinden mit dem Ziel im Jahr 2019 vielleicht einmal auf dem Wahlzettel eine Wähler_innenvereinigung zu finden, welche zu 100% aus Jugendlichen besteht. Ich würde sie wählen! Denn junge zukunftsorientierte Menschen sind der Motor unserer Gesellschaft und maßgeblich für dessen Entwicklung verantwortlich, solange sie sich nicht längst vergangene und meist nur aus Geschichtsbüchern bekannte Gesellschaftsstrukturen zurückwünschen.

    Für eine kommende Amtsperiode möchte ich meine Stimme gern Jugendlichen zur Verfügung stellen, die sich nicht nur über Bestehendes aufregen sondern sich auch damit beschäftigen und sich eine sachliche Meinung dazu bilden, welche keinen Menschen diskriminiert.

    Frage: Was machen Sie beruflich und woher nehmen Sie die Zeit, diese umfangreichen und komplexen Ideen in die Tat umzusetzen?

    An dieser Stelle ist es angebracht, auch einmal all den Menschen zu danken die mich seit vielen Jahren unterstützen und es überhaupt möglich machen, dass ich derartige Ideen entwickeln kann und dann auch noch den Versuch unternehmen darf sie zu realisieren. Danke auch an die Menschen, welche mich im Jahr 2009 gewählt haben und mir somit die Möglichkeit und einen weiteren Grund gegeben haben, noch intensiver und umfassender Zeit in politische Arbeit zu investieren. Dort schließt sich natürlich auch gleich meine berufliche Tätigkeit an, denn soweit auseinander liegen die angesprochenen jugendrelevanten Themen und meine Arbeit nämlich gar nicht. Ich bin Sozialarbeiter bei der Diakonie Leipziger Land und bin innerhalb dieser Tätigkeit für die offene und lebensweltorientierte Jugendarbeit zuständig. Auch diesen Weg hätte ich ohne das entgegengebrachte Vertrauen vieler meiner Freund_innen, meiner Familie und einiger ganz besonderer Menschen niemals gehen können. Durch die Hilfe vieler Menschen und mit ihnen gemeinsam konnte ich meinem, durch den G8-Gipfel im Jahr 2007 geprägten, Lebensmotto „ANOTHER WORLD IS POSSIBLE“ treu bleiben und befinde mich in der glücklichen Lage, den Auftrag meiner Arbeit auch in ein Kommunalparlament zu tragen. Meine Arbeit orientiert sich am § 11 des SGB VIII, in welchem steht, dass Jugendarbeit an den Interessen junger Menschen anknüpfen soll und sie zur Selbstbestimmung befähigen und gesellschaftlicher Mitverantwortung sowie sozialem Engagement hinführen soll. Wo könnte dies denn besser funktionieren als innerhalb eines Stadtrates, der innerhalb seiner Zuständigkeit und Verantwortung Schulen, Kindereinrichtungen, Jugendclubs sowie Jugendhäuser und ca. 6500 junge Menschen unter 27 Jahren repräsentiert.

    Fazit: Ich nehme mir die Zeit weil sie Teil meiner Überzeugung und glücklicherweise auch Bestandteil meiner beruflichen Tätigkeit ist. Also auf zur Wahlkabine für eure Zukunft.

  • Heute stolperte ich über einen Vergleich von AfD und NPD Wahlplakaten und klickte mich dann so weiter durchs WWW und landete schließlich auf einer Seite die sich das Kraftfuttermischwerk nennt. Der Admin dieser Seite hatte ein Spiel zu diesem Vergleich der Wahlplakate gebastelt und daraufhin entbrannte auf seiner Seite natürlich eine Diskussion. Wo es auch mal wieder um die Rechts-Links-Mitte Debatte und vielerlei anderer Themen ging. Ich steuerte meine Meinung hinzu!

    Ich hatte für mich schon einmal beschlossen an derartigen Diskussionen im Internet nicht mehr teilzunehmen, da es häufig nichts bringt und einen nur unnötig Energie kostet und einen unwahrscheinlich aufregt. In einem persönlichen Gespräch sieht dies häufig schon wieder anders aus, aber dies ist ja dann auch ein Gespräch und keine Onlinedebatte. Da aber auch bei uns hier in Grimma diese Plakate mit diesen Parolen herum hängen und Mensch allein nicht alle abmachen oder bunt machen kann musste ich meinen Senf zu dieser Diskussion beitragen. Wenn gewünscht baue ich dieses Statement auch gern noch etwas aus oder erkläre den ein oder anderen angeschnittenen Punkt noch etwas. Für mich war es jedoch wichtig im Rahmen dieser ständig aufkeimenden Diskussion meine Meinung kund zu tun und auch für sicherlich in den kommenden Wochen anstehende Gespräche einen Gedankenauftakt zu machen, denn es wird sich ja nicht umgehen lassen! Wir stecken im Wahlk(r)ampf und alle haben recht und sprechen die angebliche Wahrheit!

    Hier der Link zur Diskussion welche unter dem Beitrag zum Vergleich der AfD und NPD Wahlplakate aufkam. Diese könnt ihr euch durchlesen, müsst ihr aber nicht, denn ich bin nicht wirklich auf die anderen Beiträge eingegangen sondern habe mit meinem Kommentar meine Meinung beisteuern wollen. Dieser Beitrag lautete wie folgt:

    Beitrag vom 19.04.2014

    Im Internet Diskussionen zu führen ist immer schwierig, das hat rein aus der Kommunikationsperspektive schon so seine Schwierigkeiten. Allerdings stellt mensch fest das es seit Jahren immer und immer wieder um die immer gleichen Diskussionsstränge geht und wenn versucht wird ein Mehrdimensionales Weltbild zu eröffnen und es Menschen tatsächlich geschafft haben diese Rechts-Mitte-Links Denkstruktur zu überwinden sie immer wieder in genau diese hineingepresst werden. Dies geht an ALLE die dies tun, völlig egal in welche Schublade sie sich selbst stecken wollen. Die Menschheit hat es doch nun über mehrere Entwicklungsstufen geschafft Herrschaftsformen zu überwinden und sich Stück für Stück anzugleichen. Das der Zustand der globalen Gleichheit noch längst nicht erreicht ist dürfte auch allen klar sein und genau deshalb wird es Migration und dessen Ablehnung leider wahrscheinlich noch eine ganze Weile geben. Vielleicht sollten wir Menschen uns mal bewusst werden was wir denn überhaupt so für uns wollen und wie wir leben wollen. Wenn ich nicht in Schubladen gepresst werden will, Machtausübung über mich und das regiert werden von irgendwem anders nicht cool finde, sollte ich mir etwas anderes suchen. Ich habe natürlich immer die Möglichkeit real existierendes zu verteidigen und dies zu akzeptieren. Ich denke wenn mensch sich bewusst macht das kratie im Wort Demokratie auch nur Herrschaft heißt sieht alles schon ein bisschen anders aus. Es ist einfach auch anstrengend die alte Leier ständig wieder hervor zu holen. Auch ist es völlig utopisch zu glauben das von jetzt auf gleich irgendeine Veränderung die eine Gesamtgesellschaftliche Dimension hat möglich ist. Diese Utopie und den Traum von einer anderen, solidarischen und besseren Welt sollte jede_r für sich haben und diesem Traum sollte sich jede_r versuchen anzunähern ohne dabei andere Menschen abzuwerten. Damit sagt ja auch niemensch das es keine Menschen gibt die dies nicht so sehen und für die Solidarität und Respekt einen Scheiß bedeuten. Die Ursache warum Menschen so sind ist da doch viel interessanter und dies ist dann aber sofort wieder eine Mehrdimensionale Debatte und warum sollte ich einen Menschen respektieren der Menschen anhand von zufälligen Merkmalen kategorisiert (Geburtsland, Geschlecht, Sexualität, und und und). Diese Kategorisierung gilt es doch zu überwinden! Ich hoffe ich habe jetzt den Bogen zum Ausgangspunkt der Diskussion wieder schlagen können. Angefangen hat es ja mit den Ähnlichkeiten der AfD und NPD Wahlplakaten. Deren Spiel mit genau diesen Kategorisierungen ist einfach nur peinlich und traurig ist das es ziemlich viele Menschen geben wird die innerhalb dieses Spieles glauben werden sie gewinnen mit ihnen zusammen. Diese beiden Partein sind für mich persönlich auch nur Parteien die innerhalb eines Parteiensystems existieren welches nicht mehr wirklich der aktuellen Gegebenheiten gewachsen ist. Ebenso wie andere Parteien tragen auch diese den Nationennamen in sich, welche sie repräsentieren wollen. Für Menschen die der Überzeugung sind das die Aufteilung der Welt in Staaten nicht mehr so ganz zeitgemäß ist stellt dies dann natürlich eine noch größere Hürde dar. Diese beiden benannten Parteien versuchen nun wie auch andere Parteien in Europa krampfhat dieses sich langsam auflösende Staatensystem zu erhalten und dies mit ziemlich radikalen Methoden und Idealen aus vergangenen Jahrhunderten. Wenn ich unseren kommunalen AfD Vertreter von seinen Feudalismusfantasien reden höre, wird mir einfach nur anders weil ich gedacht hab das Mittelalter hätten wir hinter uns gelassen. Der größte Widerspruch ist schon diese Falschheit gegen Europa zu hetzen und sich aber zu dessen Parlamentswahl zu stellen!?!?!? Ob dies nun ein sinnvoller Beitrag zur Diskussion war müsst ihr entscheiden, aber ich war heute nicht in der Lage es mal wieder einfach nur zu lesen…!

    Die Diskussion ging dann tatsächlich noch weiter und wahrscheinlich geht sie es immer noch. Ich habe in den letzten Stunden innerhalb der Diskussion noch einmal versucht auf die schwebenden Begriffe Faschismus und auch noch einmal auf Rechts-Mitte-Links einzugehen. Formuliert habe ich es wie folgt:

    Beiträge vom 22.04.2014

    Es schweben innerhalb der Diskussion verschiedene Themen und ich bin mir tatsächlich nicht ganz sicher ob alle Diskussionsteilnehmer_innen vom gleichen reden, bzw. die selbe Ausgangssituation haben. Ich muss jetzt einfach mal so fragen ob ihr euch auch so kennt? Ich mein außerhalb des www! Wenn nicht dann versucht dies zu ändern, oder seit fair miteinander und erklärt genau was ihr sagen wollt, es immer nur anreisen und halb aussprechen ist bei einem derartigen Thema echt gefährlich, da häufig eine komplett andere Auffassung zu einem Wort existiert. Da kommen wir auch zu der Diskussion, gerade was das Thema Faschismus insbesondere Linksfaschismus anbelangt. Das ist nämlich eine ziemlich enge Definitionsfrage und mit derartigen Begriffen sollten wir definitiv nicht leichtfertig umgehen.Hier vielleicht auch mal eine kurze Episode aus den 1920er Jahren: Die Kommunist_innen bezeichneten die Sozialdemokrat_innen als Sozialfaschisten, um ihr Ablehnung zur Demokratie auszudrücken und um sie mit dem Nationalsozialismus (welcher sich öffentlich mit dem Faschismus in Italien solidarisierte) gleichzusetzen. Die Sozialdemokrat_innen widerum verwendeten den Begriff Kozis um die Kommunist_innen mit den Nazis gleichzusetzen. Hier merkt mensch schon was die Gleichsetzung ohne genaue Betrachtung von Hintergründen bringt, nix! Zersplitterung der Mehrheit, die sich hätte gegen ein Nationalsozialistisches Regime hätte stellen können. Wenn über Faschismus geredet wird darf nicht ausgeblendet werden das es etwas anderes ist als Totalitär. Die Versuche Kommunistische totalitäre Systeme aufrecht zu erhalten und zu installieren sind genau so irrsinnig wie Nationalsozialistische totalitäre faschistoide Systeme. Da haben wir ja nun schon das ein oder andere Beispiel. Es ist echt gefährlich mit diesen Begriffen so zu spielen. Faschismus, Kommunismus, Bolschewismus, Fundamentalismus, … das kann alles totalitär sein, aber es ist definitiv nicht das gleiche. Deshalb sollte mensch es sich nicht so einfach machen und Gesellschaftstheorien und Politische Systemtheorien einfach so in Rechts und Links zu splitten,… das wär ein bisschen zu simple! Erschwerend kommt eine völlig unterschiedlicheAuffassung von Rechts und Links hinzu. Traditionell gesehen haben Rechts bis Mitte die Konservativen Kräfte (Monarchie, Nation) gesessen und Mitte bis Links die Demokratischen oder Kommunistischen. Auf heute ist dies ja nun nicht mehr wirklich anwendbar, da wir hier in demokratischen Republiken mit Parteien leben. Die KPD welche hätte als Links gelten können ist seit 1956 verboten, die DKP ist dermaßen in der Bedeutungslosigkeit verschwunden das es völlig unsinnig wär hier über sie zu sprechen. DIE Linke akzeptiert die Demokratie, ist damit als eher liberal (Mitte mit Bezug zu Links) aus heutiger Sicht einzustufen. Eine Partei die quasi wieder eine Diktatur oder einen König/Kaiser/etc. installieren möchte gibt es auch nicht wirklich. Die NPD und die AfD sind ziemlich radikal konservativ eingestellt, aber wie ich das so aus ihren Reden und Statements heraus lese, finden auch sie die Demokratie toll! Es gibt aktuell keinen Entwurf der die Demokratie auf der linken Seite innerhalb der existierenden Demokratie in Frage stellen kann, da ein Entwurf der, der Demokratie vielleicht anarchistisch entgegen steht und die Herrschaft ablehnt sich nicht, oder nur sehr sehr langsam bilden kann (liegt daran das nur Parteien innerhalb einer parlamentarischen Demokratie wirklich mitspracherecht haben, das steht einer anarchistischen Struktur entgegen und Deutschland ist für eine derartige Utopie auch viel zu groß und das Bewusstsein für etwas fortschrittlicheres als eine parlamentarische Demokratie noch nicht ansatzweise vorhanden). Die Monarchie und die Diktaturperiode haben wir hoffentlich überstanden und somit ist das Rechts was wir haben einfach nur ein Konservativ stark National geprägtes Mitte. Hier merkt mensch das verzetteln echt nicht mehr schwer fällt. Deshalb ist ein reden von Rechts und Links nicht mehr wirklich möglich. Somit gibt es keinen Linksfaschismus und historisch betrachtet gab es auch keinen Linksfaschismus, Real existierender Sozialismus auf dem Weg zum Kommunismus war ja der Gegenpart zum Faschismus, also beschränkt sich die Trennung auf Rechts Links als Unterscheidung und dagegen möchte auch ich mich entschieden aussprechen. Denn dann hätten Politikwissenschaftler, Gesellschaftstheoretiker und Soziologen auch gleich nie auch nur den Ansatz von wissenschaftlichen Diskursen zu diesen Themen tätigen brauchen. Wenn die Menschen es immer und immer wieder durcheinander hauen weil es anstrengend ist dort durch zu blicken.

    Um abschließend auch noch einmal meine Perspektive zur Demokratie ein bisschen deutlich zu machen hier noch ein Link zu einem Text von mir aus dem letzten Jahr: http://pudding.blogsport.eu/2013/03/22/ist-das-demokratie/

    Ich hoffe ich hab mich nicht gar zu sehr verzettelt, aber das Thema ist auch echt undurchsichtig, aber es ist es tausendfach wert darüber zu sprechen!

    Ergänzt habe ich es dann noch einmal, da ein Diskussionsteilnehmer einen Wikipedia Link mit ins Spiel gebracht hat:

    Dein Kommentar Martin war gestern Nacht leider noch nicht frei geschalten, sonst wär ich gleich auch noch einmal auf den Wikipedia Beitrag eingegangen. Dort steht ja sogar das von mir gebrachte Beispiel der 1920iger Jahre mit drinnen:-) ! Der Artikel geht allerdings mit dem wirklich hervor zu hebenden Wort “Kampfbegriff” los und Kampfbegriff bedeutet nun einmal nicht wissenschaftlich und historisch in jedem Fall verwertbar! Ist ähnlich wie mit Extremismus, das ist auch kein Begriff welchen mensch verwenden sollte um im politischen bzw. gesellschaftlichen Kontext etwas zu beschreiben, weil er einfach zu schwammig ist. Faschismus ist eben aber nicht schwammig und beschreibt eine Diktatur durch eine Art Partei welche die Demokratie öffentlich ablehnt! Das mit der öffentlichen Ablehnung ist wichtig, denn Faschismus ist eine Herrschaftsform und Demokratie ist eine, genauso wie Kommunismus eine ist. In meinem vorhergenden Beitrag hab ich das versucht schon einmal zu beschreiben. Kommunismus (nach der allgemeinen Auffassung) Links, Faschismus Rechts, wird Faschismus als Kampf oder Propagandabegriff verwendet dient es der Abwertung des so bezeichneten, es macht die Sache eben einfacher. Anarchismus widerum ist die Ablehnung von Herrschaft!

    Ich bin jetzt von den Wikipedia Quellen noch einige durchgegangen die mir persönlich unbekannt waren. Dort war allerdings ebenso wie bei den mir bekannten (Haug, Habermas, Farin) festzustellen das eine existenz eines Linksfaschismuses in Frage und teilweise sogar deutlich negiert wird. Wenn jetzt Nolte mit ins Spiel kommt sind wir im Historikerstreit und da muss ich ehrlich sagen steige ich aus, da ich dafür einfach zu dumm bin! Ich versuche dies für mich mit logischen und nachvollziehbaren Erklärungen darzulegen, dort versuche ich mich an klar definiertes und an Fakten zu halten!

    Die Gesamte Diskussion, also auch mit den Beiträgen der anderen findet ihr unter dem oben bereits veröffentlichten Link zur Diskussion! Da ich gerade an dem Thema wieder ein bisschen Interesse gefunden hab und die Wahlen vor der Tür stehen und es ja auch ständig zu diesen skurilen Montagsdemos kommt, werde ich mal noch ein bisschen tiefer graben und noch ein paar Informationen sammeln welche dann hoffentlich zu einem Artikel führen! Freu mich schon!

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